ein Sommervergnügen der besonderen Art
Regie: Margot Flügel-Anhalt
Ich befahl mein Pferd aus dem Stall zu holen. Der Diener verstand mich nicht. Ich ging selbst in den Stall, sattelte mein Pferd und bestieg es. In der Ferne hörte ich eine Trompete blasen, ich fragte ihn, was das bedeute. Er wusste nichts und hatte nichts gehört. Beim Tore hielt er mich auf und fragte: Wohin reitest Du, Herr? Ich weiß es nicht, sagte ich, nur weg von hier, nur weg von hier. Immerfort weg von hier, nur so kann ich mein Ziel erreichen. Du kennst also Dein Ziel? fragte er. Ja, antwortete ich, ich sagte es doch: Weg von hier, das ist mein Ziel. Du hast keinen Essensvorrat mit, sagte er. Ich brauche keinen, sagte ich. Die Reise ist so lang, dass ich verhungern muss, wenn ich auf dem Weg nichts bekomme. Kein Essvorrat kann mich retten. Es ist ja zum Glück eine wahrhaft ungeheuere Reise. Franz Kafka. (Text: Meiniger Theater)
Es gibt nur wenige verlässliche Daten über das Leben des Miguel de Cervantes Saavedra. Fest steht das Geburtsjahr 1547 in Alcalá de Henares.1602 begann Miguel de Cervantes mit dem Schreiben von Don Quijote, seinem bedeutendsten Werk.
Alonso Quijano, ein kleiner Landadeliger, lebt irgendwo in der Mancha in Spanien. Er hat schon nahezu alle Ritterromane gelesen, deren Begebenheiten er ab einem bestimmten Moment für absolut wahr hält. Diese Lektüre hat ihn so weit von der Realität entrückt - wohl sogar ver-rückt, dass er eines Tages selbst ein fahrender Ritter werden will, um sich todesmutig in Abenteuer und Gefahren zu stürzen, um das Unrecht zu bekämpfen und ewigen Ruhm an seinen Namen zu heften. Diesen ändert er in Don Quijote, seinem alten dürren Gaul verleiht er den Namen Rosinante, span. Rocin = Gaul, und antes = vorhergehend) mit der Doppelbedeutung: vorher ein gewöhnlicher Gaul, (jetzt) allen Gäulen vorangehend. Ein Bauernmädel, das er in seiner Jugend einmal heimlich verehrt, seitdem aber nie mehr gesehen hat, erwählt er sich - seinen literarischen Vorbildern folgend - zur Gebieterin seines Herzens, die er wohlklingend Dulcinea von Toboso (dulce = süß) nennt. Er wird sie während des Romans niemals zu Gesicht bekommen... (Text Wikipedia)
Aufführungstermine:
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