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Das Junge Theater Eschwege
Die Geschichte des JUNGEN THEATERS ESCHWEGE beginnt im Herbst 1993. Hier fanden sich unbeirrbar beherzte Kulturschaffende aus dem Werra-Meißer-Kreis zusammen:
MusikerInnen, LaienschauspielerInnen, bildende KünstlerInnen, Handwerker, um das Kulturleben vor Ort um eine Nuance zu bereichern.
Aus dieser Truppe wuchs das JUNGE THEATER ESCHWEGE mit mittlerweile über 27 Inszenierungen auf 25 verschiedenen Bühnen und begeisterte mehr als 18 000 Zuschauende mit Musik, Spiel und Tanz.
Von der Boulevardkomödie über Klassiker bis hin zu sozialkritischen Stücken finden sich auch Märchen für jung und alt, Grotesken, eigene Inszenierungen und eigene Dramatisierungen in unserem Repertoire.
Heute ist das JUNGE THEATER ESCHWEGE die Kulturinitiative für darstellende Kunst in Eschwege. Als eigenständige Gruppe im Schoße der Volkshochschule Eschwege fanden wir zuvor Zuflucht in den Räumen der VHS, der Brüder-Grimm-Schule, des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums und der Struthschule.
Noch immer agiert das JUNGE THEATER als Theater ohne
Bühne.
Ein gemeinnütziger Verein, der AKT e.V. hilft seit 2001 bei der Raumnahme, bei der Vorbereitung und Durchführung sozio-kultureller Projekte sowie deren Förderung.
Mitgliedschaften in diesem Verein unterstützen unser Ziel, künstlerische Kreativität in die Eschweger Gemeinschaft einzubinden. So finden bereit einige kulturpädagogische Projekte in diesem Räumen statt, weitere Koopeationen mit regionalen Kunstschaffenden sind in Planung.
Im Mai 2001 konnte das Junge Theater Eschwege nach jahrelanger mühseliger Suche endlich einen zentralen Ort für die Theaterarbeit, für unsere Kreativwerkstatt "Am Marktplatz" in Eschwege beziehen.
Hier proben wir, werken, nähen, malen, reden, lachen und weinen wir zusammen. Hier finden wir uns aus unserem recht unterschiedlichen Alltag zusammen, um zu planen, zu verwerfen, zu zweifeln und schlie81ich unseren gemeinsamen Erfolg zu feiern.
Hier haben unsere z.T. wertvollen Kostüme ein Dach gefunden, unsere Requisiten, unsere Arbeitsmaterialien, unsere Träume und Ideen.
Die Gründungsidee des AKT e.V. ist es
-Raum zu schaffen als Hort der künstlerischen Kreativität, des Zusammenseins, des Spielens, des Lernens, des sich Wiederfindens in der Gemeinschaft
-Raum zur Verfügung zu stellen als Heimat
-Raum zu eröffnen als Ort des Aufbruchs und der neuen Ideen
-Raum zu gründen für Kooperationen mit anderen Kulturschaffenden.
Die Kosten für Miete und erste, einfache Instandsetzungsarbeiten finanzieren sich aus den Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Fördermitteln der Stadt, des Kreises und der Sparkasse.
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Wer sind wir?
Wir sind BürgerInnen aus Eschwege, Sontra, Waldkappel. Wehretal, Bad -Sooden-Allendorf, Heldra, Meißner und Wanfried, aus unterschiedlichen Berufszweigen, SchülerInnen, Studierende, Auszubildende zwischen 13 und 60 Jahren, die sich der darstellenden Kunst widmen wollen.
Was machen wir?
Aus dem Füllhorn der klassischen und modernen Theaterliteratur finden wir Stücke über Liebe und Leid, Kampf und Frieden, Sinnfragen und Antworten; Themen, die wir aussagestark und publikumsorientiert in Szene setzen. Inszenierung, Bühnenbau- und Malerei, Kostümschneiderei, Maske, Transport, Öffentlichkeitsarbeit, Kalkulation und Organisation liegen in unseren Händen, und natürlich das Spiel.
Was wollen wir?
Wir wollen spielen -
"Denn erst im Spiel wird der Mensch wirklich zum Menschenl "(Schiller)
Unsere Zielgruppe:
sind Kinder und Kindergärten, Jugendliche und die Jugendförderung, erwachsene Frauen und Männer und Senioren. Wir richten unsere Kunst an alle Menschen, die sich Zeit nehmen wollen, die sich verzaubern lassen wollen, die sich verführen lassen in die Welt der Träume, des Bizarren, der Visionen.
Warum machen wir genau das, was wir machen:
Spiel und Theater sind eine Chance, "den Menschen aus sich heraus und auf einem Umweg wieder in sich hineinzuführen. " (Goethe)
In Zeiten der Verschnellerung menschlicher Kommunikation, der Straffung wirtschaftlicher Prozesse, der Verzweigung von Strukturen, der Vereinsamung des Einzelnen in der Masse, wollen wir langsam werden. Wollen wir schöpferisch sein, lebendig bleiben, innehalten, uns Raum und Zeit nehmen für Phantasie, Kreativität und Träume. Wir wollen offen und neugierig uns selbst und dem Neuen, Fremden begegnen. Wir wollen uns auf spielerische Weise aus engen, lähmenden und erdrückenden Alltags-Rollen lösen, Neues ausprobieren, Mut und Kraft zur Veränderung finden. Wir brignen mit unserem Tun Bewegung in uns selbst und in unser Publikum.
Und Bewegung ist Leben - Leben ist Bewegung.
(aus der Rede anläßlich des Besuches von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse am 28.08.02 in unseren Räumen) |